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Von den neun Spechtarten, die in der Schweiz vorkommen, ist der Scharzspecht der grösste. Er ist nicht selten, doch selten zu sehen, wie der Biologe David Marques in seinem Vortrag an der Generalversammlung des Naturschutzvereins Oberglatt vom Freitag, 11. März 2011, erklärte. Der Schwarzspecht, den der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz zum Vogel des Jahres 2011 erklärt hat, lebt in Wäldern mit grossen und alten Bäumen wie Rotbuchen, Fichten und Weisstannen. Diese müssen ein Durchmesser von mindestens 40 Zentimetern aufweisen, damit der Schwarzspecht seine relativ grosse Höhle in den Stamm meisseln kann. Auch bevorzugt er Buchen, die nur wenige Äste aufweisen. Denn Äste dienen dem Baummarder, der sich gerne über Eier und Junge hermacht, als Kletterhilfe. Auch in grossen Fichten und Weisstannen hackt der Schwarzspecht gerne seine Bruthöhlen.
Rund 80 Prozent der Schwarzspecht-Nahrung besteht aus Ameisen. Dabei verschmäht er weder Ameisen, die in der Erde leben, noch jene Arten, die sich im Altholz aufhalten. Gerade deswegen ist der Specht auf viel stehendes und liegendes Totholz angewiesen, denn dort findet er viele Ameisen und Insekten.
Wie Marques in seinem spannenden Bildervortrag darlegte, gibt der Schwarzspecht verschiedene Laute von sich. «kliööh» rufe der Specht vom Baumstamm aus; «krü-krü-krü» sei der Flugruf, und sein «quih-quih-quih-quih» sei dem Ruf des Grünspechts sehr ähnlich. Zudem trommeln sowohl Weibchen wie Männchen. Dabei wählen sie hohle Äste oder Stämme aus, damit der Trommelwirbel ja auch weitherum zu hören ist.
Der Schwarzspecht ist der eigentliche Zimmermann des Waldes, denn seine Höhlen dienen nicht nur ihm und seinem Nachwuchs, sondern auch rund 60 Arten von «Nachmietern» als Behausung und Bruthöhle. Bei den Vögeln ist dies zum Beispiel die Hohltaube, die Dohle oder der Raufusskauz; bei den Säugetieren Fledermaus, Baummarder, Haselmaus und Siebenschläfer; bei den Insekten sind es unter anderen Hornissen, Wespen oder Käfer wie zum Beispiel der seltene Eremit.
Die weiteren, in der Schweiz vorkommenden Spechtarten sind Buntspecht, Kleinspecht, Mittelspecht, Grünspecht, Grauspecht, Dreizehenspecht, Weissrückenspecht und Wendehals. (Cyprian Schnoz)
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Erstmals seit zehn Jahren fand die Generalversammlung 2011 wieder im Theater an der Glatt statt. Da der «Hirschen»-Saal je nach Publikumsinteresse manchmal eng wurde, beschloss der Vorstand an seiner Klausursitzung im November 2010, die Mitgliederversammlung wieder im Dachtheater durchzuführen.
Vor der GV wurde den Mitgliedern ein reichhaltiger Stehimbiss mit den gluschtigen Canapés aus der «Hirschen»-Küche von Mirsad offeriert. Dazu gabs Getränke aller Art.
In seiner Begrüssung wies NVO-Präsident Cyprian Schnoz auf die aktuell vor sich gehenden, erschütternden Ereignisse in Japan hin, wo ein Erdbeben einen verheerenden Tsunami mit tausenden von Toten auslöste. Dass es später zu einer atomaren Katastrophe kommen würde, wussten die Anwesenden zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Als besonderen Ehrengast konnte der Präsident den Bachser Fritz Hirt, seines Zeichens Ehrenspräsident des Zürcher Vogelschutze ZVS/BirdLife Zürich, Ehrenpräsident des Schweizer Vogelschutzes SVS/BirdLife Schweiz, und Gründungsmitglied des Naturschutzvereins Oberglatt begrüssen.
Auch Erich Gujer, der dem NVO während neun Jahren vorstand, und Hansjörg Roth, den Leiter der Oberglatter Gemeindewerke, wurden vom NVO-Präsidenten speziell begrüsst.
Die statutarischen Geschäfte gingen problemlos über die Bühne des Dachtheaters. Sowohl der reich bebilderte Jahresbericht des Präsidenten wie auch die spannende Powerpoint-Präsentation des Jugengruppenleiters Thomas Galliker und nicht zuletzt die schöne Vorschau auf die NVO-Anlässe des Jahres 2011 von Daniel Bernhard kamen bei den Anwesenden sehr gut an. Das Budget 2011 - wie von Kassierin Rita Boos präsentiert - sieht nur ein geringes Defizit vor. Der NVO ist für das Jahr gewappnet! |
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